Anmerkungen zum Nachteilsausgleich (NT)

Leistungsbeurteilung

    # Darf eine „Autismus-Spektrum-Störung“ im Zeugnis erwähnt werden?

->    Nein, das soll und darf sie nicht.

    # Darf die Schulbegleitung/ Integrationskraft im Zeugnis erwähnt werden? 

--> --Ebenfalls nein, dies ist nicht erlaubt. 

 

Zur Begründung hier die juristische Grundlage:

§ 58 Absatz 2 Übergreifende Schulordnung (ÜSchO)vom 12. Juni 2009
„Zeugnisse enthalten die Leistungsbeurteilung in Form von Zeugnisnoten. Pflichtfächer und Wahlpflichtfächer sind als solche kenntlich zu machen. Eine Bemerkung über besondere Leistungen und Aktivitäten der Schülerinnen und Schülern innerhalb und außerhalb der Schule soll in das Zeugnis oder in eine Anlage zum Zeugnis aufgenommen werden, wenn die Schülerinnen oder Schüler damit einverstanden sind oder es wünschen und, sofern erforderlich, belegen.“
§ 38 Grundschulordnung (GSchO) vom 10. Oktober 2008
„Das Zeugnis ist ein urkundlicher Nachweis, in dem die sozialen, methodischen und fachlichen Kompetenzen jeder Schülerin und jedes Schülers sowie sonstige wichtige Aussagen am Ende eines Unterrichtsabschnitts dokumentiert werden.“
§ 39 Grundschulordnung (GSchO) vom 10. Oktober 2008


(1) Zeugnisse werden als Jahreszeugnisse für die Klassenstufen 1 und 2 sowie als Halbjahres- und Jahreszeugnisse für die Klassenstufen 3 und 4 ausgestellt.
Am Ende der Klassenstufe 4 wird bei erfolgreichem Besuch der Grundschule das Jahreszeugnis als Abschlusszeugnis ausgestellt.
Beim Schulwechsel innerhalb der Grundschulzeit wird ein Abgangszeugnis erteilt.

(2) Am Ende der Klassenstufe 1 wird ein Jahreszeugnis ausgestellt, in dem das Lern-, Arbeits- und Sozialverhalten, die Lernbereitschaft und Lernentwicklung, Fähigkeiten und Schwierigkeiten sowie besondere Interessen verbal beschrieben werden.

(3) Zum Halbjahr der Klassenstufe 2 ist mit den Eltern ein Gespräch über das Lern-, Arbeits- und Sozialverhalten sowie über die Lernentwicklung in den Fächern und Lernbereichen zu führen und zu protokollieren. Die Eltern sollen von dem Protokoll Kenntnis nehmen.
Sofern eine Teilnahme der Schülerin oder des Schülers an diesem Gespräch nicht angezeigt ist, wird mit der Schülerin oder dem Schüler ein separates Gespräch geführt.
Am Ende der Klassenstufe 2 erfolgt im Jahreszeugnis eine verbale Beurteilung des Lern-, Arbeits- und Sozialverhaltens, der Schrift sowie der Fächer und der Lernbereiche.

(4) Zum Halbjahr der Klassenstufen 3 und 4 ist mit den Eltern ein Gespräch über das Lern-, Arbeits- und Sozialverhalten sowie über die Lernentwicklung in den Fächern und Lernbereichen zu führen und zu protokollieren.
Die Eltern erhalten eine Ausfertigung des Protokolls zur Kenntnisnahme.
Sofern eine Teilnahme der Schülerin oder des Schülers an diesem Gespräch nicht angezeigt ist, wird mit der Schülerin oder dem Schüler ein separates Gespräch geführt.
Im Halbjahreszeugnis werden Leistungen in den Fächern und Lernbereichen benotet.
Diese Reglungen gelten nicht im Falle des § 34 Abs. 3.

(5)  Zum Ende der Klassenstufen 3 und 4 werden das Lern-, Arbeits- und Sozialverhalten sowie die Schrift verbal beurteilt. Die Leistungen in den Fächern und Lernbereichen werden benotet und verbal erläutert; für die verbale Erläuterung können standardisierte klassenstufeneinheitliche Könnensprofile benutzt werden. § 34 Abs. 3 bleibt unberührt.
(6) Das Jahreszeugnis der Klassenstufe 4 enthält einen Vermerk, ob die Schülerin oder Schüler das Ziel der Grundschule erreicht hat.

(7) Für die integrierte Fremdsprachenarbeit wird in allen Zeugnissen auf das Fremdsprachenportfolio verwiesen.

(8) Die Zeugnisnoten und die Beurteilungen sind den Schülerinnen und Schülern und auf Wunsch den Eltern zu erläutern.

(9) Halbjahreszeugnisse und Jahreszeugnisse können zusätzliche Angaben enthalten, die für die Schullaufbahn der Schülerin oder des Schülers von Bedeutung sind.

(10) Ein Abgangszeugnis wird Schülerinnen und Schülern ausgestellt, die die Grundschule vor dem Abschluss verlassen. Liegt im Zeitpunkt des Abgangs das letzte Halbjahreszeugnis oder Jahreszeugnis weniger als acht Unterrichtswochen zurück, so ist der darin enthaltene Leistungsstand im Abgangszeugnis aufzuführen, sonst der Leistungsstand zum Zeitpunkt der Zeugnisausstellung. Endet das Schulverhältnis später als vier Wochen vor dem letzten Unterrichtstag des vierten Schuljahres, so ist von der abgebenden Schule darüber zu entscheiden, ob die Schülerin oder der Schüler das Ziel der Grundschule erreicht hat.

(11) Eine Bemerkung über besondere Leistungen und Aktivitäten der Schülerinnen und Schüler im sozialen Bereich innerhalb und außerhalb der Schule soll in das Zeugnis aufgenommen werden, sofern die Schülerinnen und Schüler einverstanden sind oder es wünschen und, sofern erforderlich, belegen.


 

Der Nachteilsausgleich

 

gemäß §3 Absatz 5 Schulgesetz (SchuG)

 

- Verfahrensregelungen-
 
enthält folgenden Schwerpunkt: 

  • Verfahren:
    „Bei der Gestaltung des Unterrichts und bei Leistungsfeststellungen ist es eine dauernde Aufgabe aller Lehrkräfte, die möglichen Auswirkungen einer Behinderung in dem Blick zu nehmen und die erforderlichen Maßnahmen des Nachteilsausgleichs zu gewähren. Dabei sind die Auswirkungen einer Behinderung im jeweiligen schulischen Kontext und bezogen auf den Einzelfall zu betrachten, und nicht allein die Behinderung nach ihrer Art und Symptomen. Die Notwendigkeit eines gewährten Nachteilsausgleichs ist regelmäßig zu überprüfen.“  

 

  • Beantragung:
    Wird ein Nachteilsausgleich durch die Eltern oder die volljährige Schülerin/ Schüler beantragt, so ist dieser zu begründen.
    Die Behinderung und ihre Auswirkung sollte geschildert und glaubhaft gemacht werden.
    Die Schule kann die Vorlage einer ärztlichen Bescheinigung verlangen.

 

 






 
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